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Kündigungsfrist berechnen: den letzten Termin finden

Kündigungsfrist berechnen leicht gemacht: So bestimmen Sie den letzten Kündigungstermin, lesen die Vertragsklausel und vermeiden eine ungewollte Verlängerung.

Papierfrei Redaktion · 09.06.2026 · 6 Minuten Lesezeit


Ein Vertrag soll weg, und im Kopf steht "drei Monate vorher kündigen". Aber drei Monate vor was genau? Vor dem Jahrestag, dem Monatsende oder dem Tag, an dem Sie unterschrieben haben? Wer hier falsch rechnet, hängt schnell ein weiteres Jahr fest. Diese Anleitung zeigt, wie Sie den letzten möglichen Kündigungstermin sicher bestimmen.

Die drei Angaben, die Sie brauchen

Jede Fristberechnung steht auf drei Beinen. Sammeln Sie zuerst diese Daten aus Ihrem Vertrag:

  1. Die Kündigungsfrist: Wie lange vorher müssen Sie kündigen, etwa ein Monat oder drei Monate.
  2. Der Bezugspunkt: Worauf bezieht sich die Frist? Auf das Monatsende, das Quartalsende oder das Vertragsende.
  3. Das Vertragsende oder der Verlängerungstermin: Der Tag, an dem der Vertrag ausläuft oder sich automatisch verlängert.

Stehen diese drei Angaben fest, ist der Rest einfaches Rückwärtszählen.

Die Vertragsklausel richtig lesen

Die entscheidende Formulierung steht meist unter "Laufzeit" oder "Kündigung". Achten Sie auf den Unterschied zwischen einem festen Bezugspunkt und einer rollierenden Frist:

Formulierung im VertragBedeutung
"drei Monate zum Ende der Laufzeit"Kündigung muss drei Monate vor dem Vertragsende vorliegen
"ein Monat zum Monatsende"Kündigung wirkt zum Ende des übernächsten Monats
"vier Wochen zum Quartalsende"Bezugspunkt ist 31.03., 30.06., 30.09., 31.12.
"jederzeit mit Frist von einem Monat"rollierend ab Zugang der Kündigung

Seit 2022 gilt für viele online geschlossene Verbraucherverträge: Nach der ersten Laufzeit verlängern sie sich nicht mehr automatisch um ein ganzes Jahr, sondern laufen monatlich weiter und sind dann mit einem Monat Frist kündbar. Prüfen Sie, ob Ihr Vertrag schon darunter fällt.

Schritt für Schritt rechnen

Nehmen wir ein Beispiel: drei Monate Kündigungsfrist zum Ende der Laufzeit, Vertragsende 31.12.2026.

  1. Vertragsende notieren: 31.12.2026.
  2. Kündigungsfrist abziehen: drei Monate zurück ergibt den 30.09.2026.
  3. Das ist der letzte Tag, an dem die Kündigung dem Anbieter zugehen muss, nicht der Tag, an dem Sie sie abschicken.
  4. Postlaufzeit und Puffer einrechnen: mindestens fünf bis sieben Tage früher abschicken.
  5. Den letzten sicheren Absendetermin in den Kalender eintragen.

Wichtig: Es zählt der Zugang beim Empfänger, nicht das Datum auf Ihrem Schreiben. Endet die Frist an einem Sonntag oder Feiertag, verschiebt sich das Ende in der Regel auf den nächsten Werktag.

Häufige Stolperfallen

  • Frist mit Bezugspunkt verwechselt: "ein Monat zum Monatsende" heißt nicht, dass Sie bis zum letzten Tag des laufenden Monats kündigen können.
  • Stillschweigende Verlängerung übersehen: Wer den Verlängerungstermin verpasst, sitzt oft eine weitere Laufzeit ab.
  • Zugang nicht abgesichert: Eine fristgerechte Kündigung nützt nichts, wenn Sie nicht belegen können, dass sie ankam. Wie das geht, zeigt Kündigung nachweisbar versenden.
  • Sonderkündigungsrecht nicht genutzt: Bei Preiserhöhung oder Umzug können Sie unter Umständen außerhalb der normalen Frist raus, siehe Sonderkündigungsrecht nutzen.

Wie Papierfrei dabei hilft

Papierfrei hält Ihre Vertragspost an einem Ort zusammen. Briefe fotografieren oder scannen Sie selbst und laden sie im Browser hoch, am Rechner oder am Handy. Sie landen in einer durchsuchbaren Ablage. Ab dem Start des Briefkasten-Service kann Ihre Post auch direkt bei uns ankommen; wir öffnen und scannen sie dann für Sie.

Die KI fasst jedes Schreiben in einfacher Sprache zusammen und ordnet es einer Briefart zu, etwa Vertrag, Rechnung oder Kündigung. Verträge, die Papierfrei in Ihren Briefen erkennt, stehen zusätzlich in einer Vertragsübersicht. Im KI-Chat fragen Sie nach, wenn eine Klausel unklar bleibt.

Steht in einem Schreiben ein Datum, wird es automatisch erkannt. Nennt es ausdrücklich einen Tag, bis zu dem Sie etwas tun sollen, zeigt Papierfrei ihn als Termin an und kann Sie daran erinnern. Eine Kündigungsfrist wie "drei Monate zum Ende der Laufzeit" rechnet Papierfrei nicht in ein Datum um; den letzten Kündigungstag bestimmen Sie selbst, wie oben beschrieben. Die Terminerkennung ist eine unverbindliche Hilfe, maßgeblich ist immer das Originalschreiben.

Wollen Sie kündigen, hilft der Briefeditor: Er bietet eine Vorlage für die Kündigung, in die Sie Vertrag und Kundennummer eintragen. Den fertigen Brief speichern Sie als PDF, drucken ihn aus oder lassen ihn von uns als echten Brief verschicken, auf Wunsch als Einschreiben Einwurf. Papierfrei erklärt und hilft beim Verfassen, ersetzt aber keine Rechts- oder Steuerberatung.

Was Ihre Postmenge kostet, rechnen Sie am Regler auf der Startseite aus: zum Rechner. Ihr Konto können Sie direkt selbst anlegen und sofort mit dem Selbst-Scannen starten: Konto anlegen. Den Briefkasten-Service mit eigener Empfangsadresse schalten wir frei, sobald er startet.

Häufige Fragen

Zählt das Datum der Kündigung oder der Zugang? Der Zugang beim Empfänger. Schicken Sie früh genug los, damit die Kündigung vor Fristablauf ankommt.

Was bedeutet "ein Monat zum Monatsende"? Die Kündigung wirkt zum Ende des Monats, der dem Eingang folgt. Geht sie im Juni ein, endet der Vertrag zum 31. Juli.

Was ist, wenn die Frist auf einen Sonntag fällt? Endet eine Frist an einem Samstag, Sonntag oder Feiertag, verschiebt sie sich in der Regel auf den nächsten Werktag.

Verlängert sich mein Vertrag noch automatisch um ein Jahr? Bei vielen seit 2022 online geschlossenen Verbraucherverträgen nicht mehr. Nach der ersten Laufzeit läuft der Vertrag oft monatlich mit einem Monat Frist weiter. Prüfen Sie Ihre Klausel.

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