Nachsendeauftrag: Kosten, Laufzeit und Ablauf 2026
Nachsendeauftrag 2026: was er kostet, wie lange er läuft, wie Sie ihn einrichten und verlängern und warum Sie nur bei der Deutschen Post buchen sollten.
- Ein Nachsendeauftrag beim Nachsendeservice der Deutschen Post kostet für Privatkunden für 6 Monate online 31,90 Euro und in der Filiale 34,90 Euro (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr, Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg, paketda.de).
- Sie buchen ihn einige Werktage vor dem Stichtag auf deutschepost.de oder in einer Filiale; wer länger nachsenden lassen will, braucht eine Folgebuchung.
- Vermittlerseiten, die ein Vielfaches verlangen, sollten Sie meiden.
Was ist ein Nachsendeauftrag?
Ein Nachsendeauftrag ist ein kostenpflichtiger Service der Deutschen Post, der Post an Ihre bisherige Anschrift für eine feste Laufzeit an eine neue Anschrift weiterleitet. Offiziell heißt das Angebot Nachsendeservice; im Alltag sagen viele auch Nachsendeantrag oder einfach "Post nachsenden lassen".
Die Deutsche Post erkennt dabei Ihren Namen und die alte Anschrift, sortiert die Sendung aus und schickt sie an die Zielanschrift weiter. Der Brief kommt also weiter als Papier an, nur eben an einem anderen Ort. Typische Anlässe sind ein Umzug, ein längerer Aufenthalt an einem anderen Ort oder der Umzug von Angehörigen.
Ein Nachsendeauftrag ist eine von mehreren Möglichkeiten, Briefe umzuleiten. Den Überblick über alle Wege gibt der Ratgeber Post umleiten: Anleitung mit allen Wegen.
Was kostet ein Nachsendeauftrag?
Ein Nachsendeauftrag kostet für Privatkunden online 31,90 Euro und in der Filiale 34,90 Euro, jeweils für eine Laufzeit von 6 Monaten (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr, Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg, paketda.de). Online zu buchen ist also etwas günstiger.
| Variante | Laufzeit | Preis | Quelle |
|---|---|---|---|
| Online auf deutschepost.de | 6 Monate | 31,90 Euro | Verbraucherzentrale Hamburg, paketda.de |
| In der Filiale | 6 Monate | 34,90 Euro | Verbraucherzentrale Hamburg, paketda.de |
| Über Drittanbieter-Seiten | ein halbes Jahr | über 100 Euro genannt | Verbraucherzentrale Hamburg |
Alle Angaben Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Verbindlich sind die Preise und Bedingungen, die die Deutsche Post bei der Buchung nennt. Für Geschäftskunden und für eine Nachsendung ins Ausland gelten eigene Bedingungen, die Sie bei der Buchung sehen.
Wie lange läuft ein Nachsendeauftrag?
Ein Nachsendeauftrag für Privatkunden läuft 6 Monate. Längere Laufzeiten sind laut paketda.de nicht mehr direkt buchbar, sondern nur durch eine Folgebuchung, die an den laufenden Auftrag anschließt (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr).
Für einen Umzug reichen 6 Monate meistens, wenn Sie die Zeit nutzen, um alle Absender auf die neue Anschrift umzustellen. Kritisch sind Absender, die nur selten schreiben: die Jahresabrechnung des Energieversorgers, die Beitragsrechnung der Kfz-Versicherung oder die jährliche Mitteilung der Rentenversicherung. Gehen Sie deshalb die Unterlagen des vergangenen Jahres durch und notieren Sie alle Absender, die nur einmal im Jahr Post schicken. Wer sie direkt informiert, braucht meist keine Verlängerung. Wen Sie beim Umzug alles umstellen sollten, listet die Umzug-Checkliste: Post ummelden.
Wie richte ich einen Nachsendeauftrag ein?
Sie richten einen Nachsendeauftrag ein, indem Sie auf deutschepost.de den Nachsendeservice für Privatkunden aufrufen oder in einer Filiale das Formular ausfüllen. Online dauert das nur wenige Minuten.
- Offizielle Seite aufrufen. Tippen Sie deutschepost.de selbst in die Adresszeile, statt auf Anzeigen in den Suchergebnissen zu klicken.
- Alte und neue Anschrift eintragen. Die Zielanschrift kann die neue Wohnung sein, eine Anschrift im Ausland oder die Empfangsanschrift eines digitalen Briefkastens.
- Alle Namen und Personen angeben. Tragen Sie jeden Namen ein, unter dem Sie Post bekommen, und alle Personen, die mit umziehen. Briefe an Namen, die nicht im Auftrag stehen, werden nicht nachgesendet.
- Starttermin wählen. Planen Sie einige Werktage Vorlauf vor dem Stichtag ein. Beim Umzug bietet sich der Tag des Auszugs oder der Schlüsselübergabe an.
- Zusatzoptionen genau lesen. Bei der Buchung können Häkchen erscheinen, etwa zur Weitergabe Ihrer neuen Anschrift an Unternehmen. Wählen Sie nur, was Sie wirklich wollen.
- Bezahlen und Bestätigung speichern. In der Bestätigung steht auch das Ende der Laufzeit. Tragen Sie sich dieses Datum mit etwas Vorlauf als Erinnerung ein.
Wie verlängere ich einen Nachsendeauftrag?
Sie verlängern einen Nachsendeauftrag mit einer Folgebuchung, die direkt an den laufenden Auftrag anschließt. Buchen Sie sie rechtzeitig vor dem Ende der Laufzeit, mit derselben alten und neuen Anschrift und demselben Vorlauf wie bei der ersten Buchung.
Bevor Sie verlängern, lohnt ein Blick darauf, welche Briefe in den letzten Wochen noch über die Nachsendung kamen. Oft sind es nur noch wenige Absender. Stellen Sie diese direkt um, ist eine Verlängerung häufig überflüssig.
Was passiert, wenn der Nachsendeauftrag abläuft?
Läuft der Nachsendeauftrag ohne Folgebuchung aus, stellt die Deutsche Post wieder an die alte Anschrift zu. Steht Ihr Name dort nicht mehr am Briefkasten, geht der Brief in der Regel als unzustellbar an den Absender zurück.
Bei einer Mahnung oder einem Bescheid ist das heikel. Der Absender weiß nicht, wo Sie sind, und Sie erfahren nichts von dem Schreiben. Bei Behördenpost kann ein Brief trotzdem als bekannt gegeben gelten; wie das berechnet wird, erklärt Die 4-Tage-Zustellfiktion bei Behördenbriefen.
Warum sollten Sie nicht über Drittanbieter-Seiten buchen?
Drittanbieter-Seiten verlangen für denselben Nachsendeauftrag ein Vielfaches des Preises der Deutschen Post. Die Deutsche Post warnt in einer Pressemitteilung vom Mai 2026 ausdrücklich vor solchen Anbietern, und die Verbraucherzentrale Hamburg nennt über 100 Euro für ein halbes Jahr (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr).
Solche Seiten stehen oft weit oben in den Suchergebnissen und tragen "Nachsendeauftrag" im Namen. Daran erkennen Sie die offizielle Buchung:
- Sie haben deutschepost.de selbst in die Adresszeile getippt.
- Der Preis entspricht dem, was die Deutsche Post für den Nachsendeservice nennt.
- Es gibt keine zusätzliche "Bearbeitungsgebühr" oder "Servicepauschale" eines Vermittlers.
Haben Sie bereits über einen Vermittler gebucht, prüfen Sie Bestätigung und Geschäftsbedingungen. Die Verbraucherzentralen beraten in solchen Fällen.
Was leitet der Nachsendeauftrag nicht weiter?
Der Nachsendeauftrag leitet Briefe mit Zustellungsurkunde in aller Regel nicht weiter: die Deutsche Post sendet sie nur nach, wenn der Absender das vorab verfügt hat, nur innerhalb Deutschlands und nur bei einem Umzug (Quelle: Häufige Fragen zum Nachsendeservice der Deutschen Post). Post an Namen, die nicht im Auftrag stehen, wird gar nicht nachgesendet. Gelbe Briefe, etwa vom Gericht, vom Finanzamt oder vom Jobcenter, werden weiter an Ihrer Wohnanschrift zugestellt oder dort bei der Post hinterlegt, und die Zustellung kann auch dann wirksam sein, wenn Sie nicht da sind.
Außerdem kann die Deutsche Post nur weiterleiten, was sie selbst befördert. Briefe privater Zustelldienste und Pakete anderer Paketdienste erfasst der Auftrag nicht; dort ändern Sie die Anschrift direkt beim Absender oder beim Dienst. Geben Sie Behörden und Gerichten eine Anschrift, unter der Sie selbst erreichbar sind, und sorgen Sie dafür, dass jemand den Briefkasten an Ihrer Wohnanschrift im Blick behält.
Nachsendeauftrag oder digitale Umleitung: was ist der Unterschied?
Der Nachsendeauftrag schickt Ihre Briefe als Papier an eine andere Anschrift, die digitale Umleitung schickt sie an eine Empfangsanschrift, an der sie geöffnet und gescannt werden. Beides schließt sich nicht aus: Der Nachsendeauftrag ist sogar der einfachste Weg in einen digitalen Briefkasten, wenn Sie dessen Empfangsanschrift als Ziel eintragen.
| Merkmal | Nachsendeauftrag an neue Wohnung | Nachsendeauftrag mit Ziel digitaler Briefkasten |
|---|---|---|
| Form der Briefe | Papier | Scan im Posteingang |
| Lesen | nur an der Zielanschrift | im Browser auf jedem Gerät mit Internet |
| Pakete | je nach Bedingungen der Deutschen Post | nicht bei Papierfrei, nur Briefe |
| Briefe mit Zustellungsurkunde | in aller Regel nicht nachgesendet | nicht angenommen, ungeöffnet zurück an den Absender |
| Laufzeit | 6 Monate je Buchung | 6 Monate je Buchung, danach Absender direkt umstellen |
Wer innerhalb Deutschlands umzieht und danach wieder jeden Tag zu Hause ist, kommt mit dem Nachsendeauftrag an die neue Wohnung gut aus. Wer viel unterwegs ist oder Briefe ohnehin lieber am Bildschirm liest, leitet auf eine feste Empfangsanschrift um. Wie die Umleitung zu Papierfrei im Einzelnen funktioniert, steht auf der Seite Post umleiten zu Papierfrei. Wer nur ein paar Wochen verreist, findet Alternativen im Ratgeber Post im Urlaub: Lagerservice und andere Wege.
Wie Papierfrei dabei hilft
Papierfrei ist ein eigenständiger digitaler Briefkasten und nicht die Deutsche Post. Sie erteilen im Onboarding die Vollmacht zum Empfang und zur Öffnung Ihrer Post und erhalten eine persönliche Papierfrei-Empfangsanschrift. Diese Anschrift tragen Sie selbst als Ziel im Nachsendeauftrag der Deutschen Post ein, oder Sie teilen sie Absendern direkt mit. Ohne Vollmacht wird keine Post angenommen und nichts geöffnet; die Vollmacht ist jederzeit für die Zukunft widerrufbar.
Ihre Briefe werden geöffnet, gescannt, von einer KI ausgewertet und im Posteingang bereitgestellt. Die KI fasst jeden Brief in einfachen Sätzen zusammen und erkennt Absender, Beträge und Kundennummern. Steht im Brief ein Datum, wird es automatisch erkannt. Das ist eine Hilfe ohne Gewähr, maßgeblich bleibt der Originalbrief.
Papierfrei nimmt nur Briefe an, keine Pakete und keine Warensendungen. Den Briefkasten-Service mit eigener Papierfrei-Adresse gibt es ab dem Start, der Termin folgt. Was der Dienst insgesamt umfasst, zeigt die Seite Digitaler Briefkasten.
Abgerechnet wird auf Guthabenbasis, ohne Grundgebühr und ohne Mindestlaufzeit. Was das für Ihre Postmenge kostet, rechnen Sie am Regler auf der Startseite aus: zum Rechner. Ihr Konto legen Sie hier an: Konto anlegen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post? Für Privatkunden kostet er für 6 Monate online 31,90 Euro und in der Filiale 34,90 Euro (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr, Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg, paketda.de). Verbindlich ist der Preis, den die Deutsche Post bei der Buchung nennt.
Kann ich einen Nachsendeauftrag für 12 Monate buchen? Laut paketda.de sind längere Laufzeiten als 6 Monate nicht mehr direkt buchbar (Stand Oktober 2026, ohne Gewähr). Wer länger nachsenden lassen will, schließt eine Folgebuchung an.
Wie früh muss ich den Nachsendeauftrag stellen? Planen Sie einige Werktage Vorlauf vor dem gewünschten Starttermin ein. Wer früher bucht, verhindert, dass die ersten Briefe noch an der alten Anschrift landen.
Woran erkenne ich die offizielle Buchungsseite? Tippen Sie deutschepost.de selbst in die Adresszeile und buchen Sie dort oder in einer Filiale. Seiten mit deutlich höherem Preis oder zusätzlichen Servicegebühren sind Vermittler.
Werden gelbe Briefe nachgesendet? In aller Regel nicht. Die Deutsche Post sendet sie nur nach, wenn der Absender das vorab verfügt hat, nur innerhalb Deutschlands und nur bei einem Umzug; sonst werden sie an Ihrer Wohnanschrift zugestellt oder dort hinterlegt.
Kann ich als Ziel des Nachsendeauftrags einen digitalen Briefkasten eintragen? Ja, Sie tragen dessen Empfangsanschrift als neue Anschrift ein. Bei Papierfrei setzt das eine Vollmacht zum Empfang und zur Öffnung voraus, und angenommen werden nur Briefe.
Ist Papierfrei ein Anbieter für Nachsendeaufträge? Nein, Papierfrei Postservice ist ein eigenständiger digitaler Briefkasten und nicht die Deutsche Post. Den Nachsendeauftrag richten Sie selbst bei der Deutschen Post ein; deren Bedingungen und Preise legt die Deutsche Post fest.